27.10.2010 / Timo Hetzel

Bits und so #200 – Rückblick

Bits und so 200 – Live in München

Am Freitag, den 22. Oktober 2010 haben wir unsere 200. Folge von Bits und so live für euch aus dem Oberangertheater am Sendlinger Tor in München übertragen. Knapp 300 von euch waren vor Ort dabei. Gegen 18.30 Uhr ging es vor einem voll besetzen Theater los.

Seit heute morgen ist die geschnittene Version der Sendung online, mit Bits und so Plus könnt ihr das Video inklusive Pre- und Postshow in HD herunterladen.

Fotos

#bus200 auf Twitter

Eine kleine Auswahl:

  • @hipcheck: Danke @timohetzel, @iphoneblog, @hessi, @monkeydom und @kyriii für ein großartiges #bus200.
  • @timpritlove: Lustiger Abend bei Bits und so 200. Überraschend viele CRE/MM/NSFW Hörer und viel nettes Feedback. Jetzt mal wieder runterfahren. #bus200
  • @mxxxa: So. #bus200 war super. Hat sich gelohnt. Besser als jedes Kabarett.
  • @HvdLinde: Gestern Abend großes Podcast Kino! #bus200 DANKE @bitsundso
  • @fuso82: @monkeydom war ne Bombenveranstaltung. Sowas darf mal wieder passieren! #bus200
  • @gromic: @timohetzel Danke auch an Euch und again Respekt vor Eurem Mut und Durchhaltevermögen!!! #bus200
  • @ZweiPunkNull: 5 Menschen sitzen mit ihren Laptops und Mikrofonen auf einer Bühne und 300 Leute + das halbe Internet gucken ihnen dabei zu. Toll! #bus200

Live-Streams

Das Live-Signal wurde auf Boinx TV produziert. Die drei Sony HDV-Kameras hingen über Firewire-Extender mit CAT5-Kabeln am Mac Pro. Wie es von dort aus weiterverarbeitet wurde, hat Thorsten aufgeschrieben.

Der HTTP-Live-Stream wurde über Amazon CloudFront ausgeliefert. Dabei sind etwa 1TB Datenvolumen und über eine Million Hits auf Segmente angefallen. Die Kosten dafür: etwa 100 Euro. Grob überschlagen schätzen wir daraus etwa 1.500 Zuschauer auf HTTP Live, dazu kamen die Flash-Zuschauer auf UStream und Justin.tv – stichprobenartig etwa 500. Im Schnitt dürften über die Dauer der Sendung also rund 2.000 Zuschauer dabei gewesen sein.

Postproduktion

Von AFK TV kamen 12 HDV-Bänder und eine Kamera. 12 Stunden später waren die dann auch auf der Platte. Nachdem wir nur mit Prosumer-Equipment gearbeitet hatten, gab es keinen eindeutigen Timecode auf den Bändern. Den muss man sich dann selbst generieren. Und das geht so:

fcp_timeline
Auf einer Master-Timeline werden die Clips der Bänder der einzelnen Kameras anhand der Master-Spur (dem Audio vom Festplatten-Rekorder) arrangiert, und pro Spur in Reference Files ausgespielt. Die sind klein und handlich, und werden mit einem neuen, synchron zum Audio laufenden Timecode versehen (starten bei 01:00:00:00).

Mit diesen kann man sich dann an einen Multiclip Edit wagen. Eine Kamera bekommt eine Referenz-Audiospur angeklebt, diese Audiospur bleibt fix und ungeschnitten. Die Kamerawinkel können dann in Echtzeit im Viewer angesesehen werden und in die Timeline geschnitten werden. Dafür kann man sich einfach die Tasten 1, 2 und 3 im Ziffernblock entsprechend belegen. fcp_multicam

Aus diesen fertig geschnittenen Sequenzen können dann leicht die Plus-Version und die gekürzte SD-Version geschnitten werden, und wieder als HDV-Files ausgegeben werden.

Das Encoding in H.264 lief für HD über den Compressor von Apple, mit sehr moderaten 1200kbit/s für das Video. Nach acht Stunden zusammen auf einem i7 iMac und einem Achtkern-Mac Pro war das dann auch erledigt. Die SD-Version lief bei einer Constant Quality von 50% durch Handbrake, was im Durchschnitt auf etwa 380kbit/s herauslief.

Insgesamt war die Videoproduktion in vier Arbeitstagen erledigt. Mit etwas mehr Routine und einem bandlosen Workflow ließe sich das sicher noch etwas beschleunigen, erscheint aber in dieser Form nur für Spezial-Events sinnvoll. Wenn es schnell gehen muss, empfiehlt sich Boinx TV, um Minuten nach der Show ein fertiges Videofile in Händen zu halten. Oder iMovie 11, um schnell einen albernen Trailer (Download, 16MB) zu schnitzen.

Die Dateien werden über unser handgestricktes uCDN verteilt. Anfangs sind vor allem die Maschinen bei Host Europe etwas in die Knie gegangen. Sie haben damit ihr Schicksal besiegelt und sind gekündigt worden. Auch mit etwas größeren Dateien hält die Infrastruktur damit ganz gut, wir liegen hier bei 400 statt etwa 70 MB für eine Video- statt einer Audio-Folge.