Undsoversum GmbH 2010-06-24T22:53:06Z WordPress http://www.undsoversum.de/feed/atom/ Timo Hetzel <![CDATA[Paris iPhone Launch: Crowd Mismanagement]]> http://www.undsoversum.de/2010/06/25/paris-iphone-launch-crowd-mismanagement/ 2010-06-24T22:53:06Z 2010-06-24T22:53:06Z Dear Steve,

Let me share my experiences in the Paris Apple Store on iPhone 4 launch day, June 24th, 2010. This is not about the reservation system or the device shortage, but the grossly mismanaged crowd handling that took place.

The first line formed outside the shopping center on the sidewalk of Rue du Rivoli, as indicated by the reservation confirmation emails. There was no security present, and no information on when the doors to the mall would be opened. The doors were first stormed by the crowd around 5am, when an employee approached one of the doors. People were crushed, and nobody was there to intervene. This was totally out of control.

At about 6 am, security personnel started showing up, yelling for everyone to back up in French. The original order of the line on the sidewalk was long lost by then.

Only then they put up the first metal barriers, around the crowd that gathered around the closed doors. Again, people were forced out of their positions.

At 8am, the doors opened, and people were ushered down cordoned off lines in the mall hallways. Only then was coffee and water provided. Security guards misinformed the customers about where to line up. People without reservations were sent to the mis-labeled reservation line, then ushered back to the front of the non-reservation line, cutting the line for others.

There apparently was no working communication between blue-shirt Apple Store employees and the security guards. And only then it was announced that for every 10 reservation customers, one walk-in would be served.

This still is not the really bad part. I was about in the 20th spot at that point. People were pushing from the very end of the line, without any wave breakers, to be stopped by security brutes in the front of the line. This was actually feeling life-threatening.

This went on for 4 hours straight, in my case. Pushing, complaining to the guards, complaining to the Apple Store employees. Nothing changed, they could not establish order and a safe environment. People were overheating, suffering shortness of breath, several older ladies who accompanied their 20-something had to step out of the line to avoid collapsing.

Guards were aggressively pushing back from the front of the line, causing people to shout “It hurts, stop!”. Customers as well were misbehaving very badly, harassing other waiting customers verbally and physically, without any intervention from the guards.

Even the guards themselves ridiculed the customers, pushed them around, touched them when they clearly indicated their discomfort. Most of them didn’t understand English, and didn’t make an effort to get a translation.

When I entered the store, I confronted apple employees [Redacted], store manager [Redacted], and another lady who would not identify herself, but claimed she worked for Apple. They said they tried, that there was miscommunication and that there was no other way. Only the lower rank employee seemed truly sorry. The store manager would not budge, and the lady spun the most vile and cynical PR bullshit even you can imagine.

When asked how they could make it up to me, I suggested lifting the two-device purchase limit for me. The manager refused, the lady cited PR-talk.

But really at this point, it isn’t about buying the phone any more. This is about how your company treats human beings and how it runs their stores.

Apple cannot treat their customers like this. This is human herding, they treated us like cattle. And that’s one of the prettier comparisons that comes to mind.

It is an outrage that you would treat your biggest assets, customers who stand in line on day one to buy a product sight unseen, like trash and let them be manhandled by untrained, sadistic minimum-wage workers.

One German girl, about 20 years old, when reaching the front of the line, broke out in tears. Is it that image you want to show at the next keynote presentation? I liked the picture of the little girl hugging her iPad better. I was at the Fifth Ave Store for the iPad launch, and I know that an event of this magnitude is manageable.

Please make this right and make sure this never happens again, at any Apple Store event.

Regards,
Timo Hetzel

Sent from my iPad

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Timo Hetzel <![CDATA[Carcassonne]]> http://www.undsoversum.de/?p=267 2010-06-05T13:14:32Z 2010-06-04T02:18:43Z carcassonneHeute Nacht kam nach der nervenaufreibenden App Store-Review-Wartezeit die Meldung: Ready For Sale!

Herzlichen Glückwunsch an die CodingMonkeys, Dominik Wagner, Martin Pittenauer und Tobias Klüpfel.

Das Undsoversum und die Codingmonkeys teilen sich ja die Büroräume im Herzen von München, liebevoll “Monkeycave” genannt. Und ich teile auch die Aufregung und die Spannung, die mit dem Launch des Spiels verbunden ist.

Die Audioaufnahmen für das Spiel wurden im Undsoversum-Studio gemacht, und ich bin auch der Sprecher für das deutsche Tutorial. Die englische Version spricht David Kehoe, mit dem ich zuvor schon für die Content Crew zusammengearbeitet hatte.

Ich habe den viele Monate währenden Betatest mitverfolgt, habe hoffentlich gutes Feedback geben können, und wünsche den Monkeys viel Erfolg!

Bei Games und so gibt es ein einstündiges Special zu Carcassonne und seiner Entwicklung für das iPhone. (Darin auch der Hintergrund, warum es ohne Games und so wahrscheinlich kein Carcassonne für das iPhone von den Monkeys gäbe.)

Update: Und in der aktuellen Bits und so gibt es in den ersten 40 Minuten noch mehr Informationen rund um den Launch.

Hier ist die Produktseite mit dazugehörigem Developer Blog. Und im App Store gibt es das Spiel. Für viel zu günstige 3,99€ Einführungspreis.

Erhältlich im App Store

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Timo Hetzel <![CDATA[Undsoversity 1.1 im App Store]]> http://www.undsoversum.de/?p=227 2010-05-11T22:34:31Z 2010-05-11T22:34:31Z undsoversity-ipad-hdEin kleines Update für die Undsoversity-App ist ab sofort im App Store kostenlos verfügbar.

Die App ist zwar noch nicht vollständig Universal mit angepasster Oberfläche für das iPad, kann jetzt aber auf dem iPad wahlweise die HD-Videos herunterladen, und auch in nahezu voller Schärfe anzeigen.

Bereits gekaufte Workshops können kostenfrei auf dem iPad heruntergeladen werden, indem Sie mit dem gleichen iTunes-Konto erneut gekauft werden, mit dem sie ursprünglich auf dem iPhone oder iPod touch gekauft wurden.

Da auf dem iPad bis Ende Mai noch kein deutscher App Store aktiv ist, können bis dahin Workshops nur mit einem US-Konto gekauft werden.

Workshops, die im Web gekauft wurden, können wie bisher auch, über iTunes als Podcast auf das iPad synchronisiert werden.

Erhältlich im App Store

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Timo Hetzel <![CDATA[Welches iPad hätten’s denn gern?]]> http://www.undsoversum.de/?p=247 2010-05-12T10:11:01Z 2010-05-10T15:59:14Z ipad-varianten-1.png Nach gefühlten zwei Jahren startete heute Nacht die Vorbestellungsphase für das iPad in Deutschland. Stellt sich die Frage: Welches iPad sollte gekauft werden? (Die Frage, ob man kaufen sollte, erachte ich als hinreichend in Bits und so besprochen)

Festspeicher

Nach einem Monat mit dem US-iPad zeigt sich: Das Mehr an Pixeln auf dem iPad verlangt nach größerem Speicherbedarf als das wesentlich übersichtlichere iPhone. Das gilt sowohl für die Apps als auch für Video.

Grafikintensive Spiele wiegen da schnell einige hundert Megabyte, und für eine Stunde hochaufgelöstes Video darf man auch mit einem Gigabyte rechnen. Wenn man also die Syncfrequenz niedrig halten will, und sich möglichst autark vom Mac oder PC mit dem iPad bewegen will, stößt man mit dem 16GB-Modell schnell an die Grenzen.

Mobiles Breitband

Die zweite Frage: Mit oder ohne 3G-Modem?

Ganz einfache Entscheidung: Wenn das iPad nicht auf dem Couchtisch festgenagelt wird, wo es ohnehin mit dem heimischen WLAN versorgt wird, muss es die Variante mit dem eingebauten 3G-Modem sein. Ohne Internet ist das iPad nur ein teurer Ouzo-Glas-Untersetzer und macht keinen Spaß. Die Alternativen a la MiFi oder Tethering mit einem Palm Pre sind zwar möglich, machen aber alleine wegen der Akkulaufzeit der Satellitengeräte keinen Spaß.

Die Mobilfunkanbieter müssen sich bei den iPad-Tarifen, im Gegensatz zum iPhone in Deutschland, mit dem Wettbewerb messen und man kann als Kunde relativ leicht von Angebot zu Angebot wechseln. O2 und Vodafone-SIMs lassen sich bei Apple mitbestellen (O2 gewinnt hier im Moment), die entsprechenden Discounter bewerben ihre Angebote auch schon.

Zubehör

Die iPad-Hülle für 39€ erscheint etwas überteuert, macht aber den Unterschied zwischen lustigem Spielzeug und OMG ich kann nicht mehr ohne mein iPad leben. Dazubestellen.

Kaufen? Kaufen! (Kaufenkaufen)

tl;dr Je nach Geldbeutel und Fernsehseriensucht 32 oder 64GB, in der 3G-Version. Im Apple Online Store Deutschland *

Rückblick zur US-Vorbestellung: Der Versand startete dort etwa eine Woche vor dem Starttermin, d.h. wer beim Deutschlandstart dabei sein will, sollte nach dieser Logik spätestens bis zum 20. Mai vorbestellen, danach dürfte sich die Auslieferung in den Juni schieben — falls die Lieferkapazitäten überhaupt bis dahin halten.

Update 12.05.: Die erste Charge ist abreserviert, wer jetzt bestellt, schiebt sich in den Juni. Oder stellt sich am 28.5. beim Apple Store an.

* Es wird gemunkelt, Apple zahle momentan keine Provision für iPads, die über diesen Affiliate-Link bestellt werden. Skandalös. Aber für Zubehör und anderen Kram fließen ein paar Prozente von eurem (unveränderten) Kaufpreis in meine Richtung und füttern das Monster im Serverschrank. Vielen Dank.

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Timo Hetzel <![CDATA[Undsoversity: iPad-Grundlagen]]> http://www.undsoversum.de/?p=218 2010-05-02T18:34:29Z 2010-05-03T07:00:41Z In der Undsoversity, der Video-Workshop-Website des Undsoversums, gibt es einen neuen Workshop. In knapp drei Stunden nehme ich iPad-Neulinge an der Hand und führe sie durch alle Grundfunktionen des Geräts. Um sich moralisch auf den Kauf Ende Mai in Deutschland einzustimmen, zur Kaufentscheidung, oder vielleicht, um das iPad nicht selbst seiner sprichwörtlichen Mutter erklären zu müssen, wenn man es denn verschenken will.

Neben der Einführung gibt es 20 Minuten zum mobilen Safari gratis auf YouTube, in iTunes, oder in der iPhone App zu sehen.

Der Workshop ist für 24,99€ ab sofort auf www.undsoversity.de zu beziehen. Der Download der HD- und der SD-Version erfolgt, wie bisher auch, über iTunes für Mac oder PC.

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Timo Hetzel <![CDATA[DCTP-Interview: “Herr des Undsoversum”]]> http://www.undsoversum.de/?p=207 2010-04-27T15:49:05Z 2010-04-26T17:55:11Z Am Rande der re:publica 2010 erkläre ich im Gespräch mit Philip Banse bei dctp.tv, wie das so ist. Mit dem Undsoversum, bezahlten Podcasts und dem Internet und so.

Video bei dctp.tv (Flash auf dem Desktop / auf iPhone/iPad bei Meinungsmachern durchklicken zum Interview als HTTP-Live-Stream).
Direkter mp4/h.264-Link für iPhone/iPad.

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Timo Hetzel <![CDATA[Fünf Jahre Kino im Kopf]]> http://www.undsoversum.de/?p=189 2010-03-27T14:07:01Z 2010-03-24T09:48:46Z Kino im KopfDonnerstag, der 24. März 2005

Mit diesen Worten ging vor genau fünf Jahren mein erster Podcast online. “Kino im Kopf” von Radio AFK M94,5. Deutschsprachige Podcasts, noch dazu von einem Radiosender, konnte man zu dieser Zeit noch an einer Hand abzählen, iTunes wusste noch nichts von Podcasts, und iPods hatten gerade erst Farbbildschirme für Fotos dazubekommen. Die Filme in der ersten Sendung: Million Dollar Baby, Miss Undercover 2 und Wimbledon.

Kino im Kopf ist, soweit ich das verfolgt habe, mit wechselnder Besetzung, aber doch ohne größere Unterbrechungen bis heute weitergelaufen und ist damit einer der dienstältesten Podcasts in Deutschland.

Besonderer Dank gilt an dieser Stelle auch Wolfgang Sabisch, Programmchef von M94,5, der damals grünes Licht für dieses kleine Experiment gegeben hat. Denn was daraus für mich geworden ist, ist vermutlich bekannt.

Münchner Studenten können sich übrigens wieder am 22. April 2010 bei M94,5 bewerben.

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Timo Hetzel <![CDATA[uCDN]]> http://www.undsoversum.de/?p=181 2010-03-01T18:00:58Z 2010-03-02T09:00:27Z Heute basteln wir uns ein Content Delivery Network.

Eine Folge Bits und so ist im Schnitt etwa 50-70MB groß. Für den Hörer mit Breitbandanschluss keine besonders große Datei, für mich als Anbieter allerdings ein immer größer werdendes Problem.

Viele Hörer von Bits und so laden die Folge sofort nach Erscheinen herunter, der Peak in der Bandbreite und den Requests hält meist einige Stunden an. Genug, um einen einzelnen (wenn auch etwas schwachbrüstigen) Server in die Knie zu zwingen. Den Webserver, der jetzt nur noch das Blog und den Feed hostet, haben wir schon vor einigen Monaten durch ein leistungsstärkeres Modell ersetzt, nachdem der Vorgänger zuverlässig jedes Wochenende überlastet war.

Die Mediendateien waren bisher für bezahlte Inhalte aus der Undsoversity bei Amazon S3 gehostet, die kostenlosen Downloads für die Audio-Podcasts bei Dreamhost in den USA, und die Downloads für Plus-Mitglieder auf einem dedizierten physikalischen Server bei einem deutschen Hoster.

Die Aufgabenstellung ist also, die Mediendateien vorzuhalten, die Bandbreitenspitze kurz nach der Veröffentlichung abzufangen, und in der Summe den Traffic günstig einzukaufen.

Ich behaupte ab und an gerne, dass Content Delivery ein gelöstes Problem sei. Das ist vor allem dann richtig, wenn man von bezahltem Content spricht. Dienste wie iTunes oder die Undsoversity können leicht einige Cent pro Gigabyte Traffic in den Preis des Angebots einkalkulieren. Bei kostenlosen oder unregelmäßig werbefinanzierten Angeboten fällt das schon deutlich schwerer.

Eine großzügige Schätzung des Trafficbedarfs für das Undsoversum liegt momentan bei etwa 20TB pro Monat. Eingekauft bei CDN-Anbietern wie CacheFly oder Amazon Cloudfront kostet dieses Volumen rund 2000€ pro Monat. Der Vorteil bei dieser Lösung: Die Dienste skalieren automagisch in der Wolke, sichern die Daten redundant ab, und man hat kaum Setup-Aufwand. Der Nachteil ist der exorbitante Preis.

Die verlockende Alternative scheinen Hostingangebote mit unlimitiertem Datentransfer zu sein, die man bei den großen deutschen Hostern finden kann. Aus persönlicher Erfahrung scheitern diese Angebote an mindestens einem von zwei Haken: Entweder ist das Angebot nur so lange unlimitiert, wie man eine nicht näher spezifizierte Grenze nicht überschreitet, oder die Hardware/Netzwerkanbindung ist dem wöchentlichen Peak nicht gewachsen und liefert im Ernstfall keinen oder unbefriedigenden Durchsatz pro User.

Unser Lösungsansatz: Wir mieten günstige Server mit weichem Trafficlimit und jeweils 100MBit-Anbindung. Je nach Anbieter sind z.B. pro Server 5TB Traffic pro Monat inklusive. Sollte dieses Limit überschritten werden, halten sich die Kosten auch noch in Grenzen. Sollte sich abzeichnen, dass regelmäßig mehr Bedarf entsteht, lassen sich leicht weitere Server anmieten. Nach unten skaliert diese Lösung aufgrund von Vertragslaufzeiten und/oder Setup-Gebühren nicht ohne weiteres.

Pro Server stehen damit also 100MBit Bandbreite zur Verfügung. Genug, um auch einem Ansturm von tausenden gleichzeitigen Clients gewachsen zu sein. Die Downloads sind dann ja auch innerhalb weniger Sekunden abgeschlossen und der Server ist wieder frei.

Die Verteilung der Mediendateien auf die Medienserver erledigt lsyncd, der ab Linux Kernel 2.6 funktioniert und bei Veränderungen in definierten Verzeichnissen die Dateien zwischen den Maschinen synchronisiert.

In der Summe stehen jetzt also über 500MBit Bandbreite und über 20TB an Traffic zur Verfügung, für einen Bruchteil der Kosten, die bei einem “richtigen” CDN-Dienstleister anfallen würden. Der Nachteil ist natürlich der relativ hohe Setup-Aufwand und eine relativ schlechtere Flexibilität bei extremen Bandbreiten- oder Trafficspitzen.

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Timo Hetzel <![CDATA[iPad-Verhältnisse]]> http://www.undsoversum.de/?p=160 2010-02-04T15:18:32Z 2010-02-04T15:18:32Z Mit den Seitenverhältnissen ist es so eine Sache. Seelisch unausgeglichenen Menschen scheint es mitunter ein Dorn im Auge zu sein, dass sich die Welt nie auf ein wahres, allgemeingültiges Seitenverhältnis für rechteckige Bildinhalte einigen konnte.

ipad-letterboxedFernsehen kommt bis heute oft genug mit 4:3 (1.33:1) aus der Röhre, Kinofilme meist zwischen 1.85:1 und 2.35:1 auf die Leinwand, und mit HD-Fernsehen dank Dr. Kerns irgendwie mit 16:9 (1.78:1) mit mehr oder weniger Beschnitt und/oder schwarzen Letterbox-Balken oder in der einen oder anderen Geschmacksrichtung anamorph auf den Schirm. HDTV ist die Zukunft (schon seit 2005!), und kaum haben wir uns an 16:9 gewöhnt und auch weiterhin als die Zukunft akzeptiert, kommt das iPad von hinten links mit einem 4:3-Display. Warum nur?

Neben der schlechten Verfügbarkeit von IPS-Panels mit 1280×720 Pixeln (16:9) oder 1280×800 (16:10) in der passenden Größe im Bereich um 10″ gibt es einen weiteren einfachen Grund gegen ein breites iPad:

Hochkant würde das 9:16 (0.56:1) bzw 10:16 (0.63:1) ergeben, was elend schmal ist. Schonmal einen Pivot-Monitor benutzt? Zum Vergleich: das ohnehin schmale iPhone liegt, auf den gleichen Nenner gebracht bei nochmals breiteren 10.66:16 oder 0.66:1

Für Apps und das Web bedeutet das also, dass das iPad hoch wie quer gehalten sinnvoll gehalten werden kann und noch Platz für die Onscreen-Tastatur hat.

Für Video-Inhalte bedeutet der 4:3-Bildschirm, dass wir uns, wie auch auf dem iPhone, zwischen Letterboxing und Cropping entscheiden dürfen. Was bei 16:9-Content, der für die Röhrenfernsehverwertung mitunter auch mit Beschnitt im Hinterkopf produziert wird, mit leichten Schmerzen vielleicht noch durchgeht, endet bei Cinemascope-artigen Bildern mit heftigen Pan&Scan-Krämpfen und ca. 40% Bildverlust.

Skalieren muss das iPad den Bildinhalt bei 720p-Material, wie man es im iTunes Store vorfindet, ohnehin. Entweder die 1280 Pixel in der Breite auf 1024 Pixel, oder 720 Pixel in der Höhe auf 768 Pixel. HD-Ready-Fetischisten werden auch hier nicht bedient. SD-Material muss ebenso in alle Richtungen vergrößert werden.

Angenehmer Nebeneffekt, der in der letzten Woche viel zu oft unter den Tisch fallen gelassen wurde: ungezählte Millionen von Sendeminuten von gutem, altem 4:3-Fernsehprogramm passen, zumindest vom Seitenverhältnis her, wie angegossen in das iPad. Früher war das Programm, wie alles andere auch, ohnehin besser.

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Timo Hetzel <![CDATA[Bits und so – Das T-Shirt]]> http://www.undsoversum.de/?p=162 2010-02-02T16:55:33Z 2010-02-02T16:55:33Z bitsundso-tshirtMerchandising, Merchandising, Merchandising!

Im Undsoversum Shop bei Bits und so gibt bis zum 1. März das offizielle Bits und so-T-Shirt zusammen mit Bits und so Plus zu kaufen.

Gedruckt und verschickt wird die limitierte Auflage dann Anfang März.

Und das beste: Das T-Shirt ist garantiert Gema-frei.

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